Unser Selbstverständnis - unsere Philosophie
Bücher standen von jeher hoch im Kurs. Gedruckte Meisterwerke bringen kreative und geistige Haltungen zum Ausdruck, zeugen von kulturellem Niveau. Weder Bilder noch Töne, die im Zuge versprengter menschlicher Erfahrungen zunehmend eingebildete Welten erschaffen, vermögen sich so mitzuteilen wie ein Buch, in dem ein besinnlicher Mensch seine Erlebnisse, Kämpfe, Erfolge und Niederlagen niederschrieb. Dabei deuten nicht immer die großen Romane die Weltgeschichte. Häufig sind es die zahllosen kleinen Schriften der Historie, die uns heute eindringlich Zeugnis ablegen über die Entwicklung von Kulturen und über den wahren Gefühlshaushalt der Menschen ihrer Zeit.
Die wichtigsten Bücher waren die Schriften von Individualisten, die im Kleinen und Stillen wirkten. Auf einem Stuhl unter dem Apfelbaum, einem Felsen am Strand, in einem Sessel vor dem wärmenden Kamin bekamen die zu Papier gebrachten Gedanken jene Kraft, die den Menschen zu neuen Gedanken und Werken anregte. Und solange uns diese Orte der Muße erhalten bleiben, werden Bücher ihre Stärke nicht verlieren.
Die Schrift, der Grundstein für den Bau höherer Kulturen, befähigte uns, Erfahrungen, Entdeckungen und Erfindungen an nachfolgende Generationen weiterzugeben, und ließ die Menschen hoffen, das Universum werde so zu einem harmonischen Ganzen zusammenwachsen. Heute wissen wir, dass es Tausende von Sprachen gibt, die die globale Kultur gestalten. Es scheint, die Dinge sind ein wenig komplizierter geworden. Je mehr wir über den Kosmos lernen, desto mühsamer wird es für uns, einen Standort in ihm zu erkunden. Der Schreibende sucht und findet diesen Ort. Indem er seine Eindrücke, Erlebnisse und Gefühle ausdrückt, bezieht er Stellung und erhält für sich eine besondere Individualität, für die anderen die humanistische Perspektive, dass sich all unser Wissen zu einer kleinen Weisheit summiert, all diese Fakten zu einer kleinen Wahrheit wachsen werden.
Wir bewahren diese seit Jahrhunderten bestehende Hoffnung, verbinden mit unserem Wirken die Idee, den Formenreichtum menschlichen Lebens, die Zwischentöne im Getöse der Gegenwart, für heutige und zukünftige Generationen in Büchern festzuhalten.
Mit uns legen Menschen Brücken über die Zeiten.